Bislang rezensiert: Lars und die Frauen, Red Road, Garage, 4 Monate 3 Wochen 2 Tage, Half Nelson, Schmetterling und Taucherglocke, Adam and Paul, Man On Wire, Zeiten des Aufruhrs, The Science of Sleep, Slumdog Millionaire, White Girl, Der fremde Sohn,This is England, No Man’s Land, Früchte des Zorns
Am 34. Tag im Big Brother Haus müssen die Bewohner verschiedene Zirkusrollen einnehmen und diverse Aufgaben bewältigen, es geht mal wieder um das wöchentliche Shopping-Budget. Und: Halfwit bekommt einen neuen Look und die Damen sind aus dem Häuschen. (Bilder (c) endemol/Channel 4)
Tag 34 im Big Brother Haus. Es muss wieder einmal um das Shopping Budget gespielt werden. Die zweitägige Aufgabe hat diesmal das Thema Zirkus. Halfwit muss Farbballons auf Dogface werfen oder genauer: auf Ziele neben ihr. Die macht sich sorgen, dass dabei ihre Brustimplantete platzen könnten (Bild 1) und bekommt einen zusätzlichen Brustschutz (2). Halfwit muss mit seinen fünf Bällen (3) mindestens 4 Ziele treffen, einer landet jedoch mitten in Dogface Gesicht (4). Sehr zur Freude der anderen Hausbewohner (5).
Rodrigo und Lisa bekommen Nacktkostüme (6) und müssen einen Tanz aufführen (7), was recht gut gelingt, wie die Bewohner, die im Wohnzimmer zuschauen, finden (8). Die weiteren Aufgaben finden am morgigen Tag statt. Charlie übt Einradfahren (9). Kris und Karly sind Seiltänzer. Noirin, Marcus und Sivash spielen die Kraftprotze und sollen ihre Kondition verbessern, weshalb sie an diesem Tag erstmal 10 Meilen laufen.
Am Abend des Tages bekommt Halfwit (und auch Charlie) eine komplette Kahlrasur (10, 11). Interessanterweise hatten Karly und Dogface, sowie auch Lisa schon vorher festgestellt, dass Halfwit irgendwie manchmal doch ganz nett ist. Als sie bei der Umwandlung Halfwits in einen coolen Typen zuschauen, sind sie ganz begeistert (12, 13). Dogface zu Noirin: “Er sieht richtig heiß aus” – Noirin: “Ja, wenn er nur ne andere Persönlichkeit hätte…”. Trotzdem schaut Noirin ganz begeistert (14), als der neue Halfwit (15) fertig ist. Kleider machen Leute, und so.
Außerdem: Halfwit (16) und Marcus (17) erfuhren die Nominierungen. Wie bereits gestern geschrieben, sind diesmal insgesamt 5 von 10 Hausbewohnern nominiert, neben den beiden auch Dogface, Kris und Charlie nominiert. Oben links im Blog könnt ihr abstimmen, wer Eurer Meinung nach das Haus verlassen sollte. Und: Marcus wirft Noirin vor faul zu sein, was diese auf die Palme bringt (18). Genau wie bei Sree: Erst Freundschaft, dann einseitige Liebe und letztlich Streit. Irgendwie kennen wir das schon.
Wenn man Freitag der nächste Hausbewohner das britische Big Brother-Haus verlassen wird, wirds langsam ein bisschen leer im TV-Container, nur 9 Bewohner bleiben dann noch übrig. Zeit also, dass der große Bruder mal so langsam für Nachschub sorgt. Bereits Mitte Juni berichtete der Daily Star, dass 9 ehemalige Big Brother Gewinner ins Haus einziehen sollen, zumindest um den 10. Geburtstag (in Staffeln gerechnet) der Reality Show zu feiern.
Das mit den Gewinnern ist (vermutlich) nix geworden, aber sie kommen, die Allstars. Und zwar täglich einer. Die britische Boulevard-Zeitung “The Sun” berichtet, dass Nikki Grahame, bekannt aus der siebten Big Brother Staffel 2006, am Sonntag ins Big Brother Haus einziehen wird. Nikki Grahame ist ein in Großbritannien überaus beliebter Realty-Show-Star und kämpfte lange zeit ihres Lebens mit Magersucht. Bis zum Freitag soll dann jeden Tag ein weiterer ehemaliger Hausbewohner als Geburtstagsbesuch ins Haus einziehen.
Doch damit nicht genug: Am Freitag, 17. Juli, werden dann vier offizielle neue Hausbewohner ins Big Brother Haus einziehen. Das berichtet der Daily Star. Die Big Brother Machen erhoffen sich davon neue Konflikte, Eifersucht und vielleicht auch neue Love-Stories im Haus. Sollte Kris, wie viele Fans vermuten, an diesem Freitag das Haus verlassen, wäre Dogface ja wieder frei. und auch Noirin braucht endlich mal einen Mann nach ihrem Geschmack. Den Einschaltquoten des schwächelnde Dauerläufers kann das nur gut tun. Sie waren zuletzt zwar wieder leicht gestiegen, liegen aber noch deutlich unter den Erwartungen.
Tag 33 im britischen Big Brother Haus. Nominierungs-Twist. Neben den regulären Nominierungen, bei denen es wie immer Halfwit und diesmal auch Marcus trifft, gibt es drei weitere Strafnominerungen. Dogface, Kris und Charlie stehen ebenfalls auf der Auszugsliste. (Bilder (c) endemol/Channel 4)
Im Big Brother-Haus wurde wie jede Woche nominiert. So haben die 10 Hausbewohner abgestimmt (Channel 4):
Charlie: Marcus, Rodrigo
Dogface: Halfwit, Marcus
Halfwit: Lisa, Noirin
Karly: Halfwit, Marcus
Kris: Halfwit, Siavash
Lisa: Halfwit, Marcus
Marcus: Halfwit, Lisa
Noirin: Halfwit, Siavash
Rodrigo: Halfwit, Marcus
Siavash: Charlie, Lisa
Damit ist, wie immer, Halfwit mit sieben Stimmen nominiert, und Marcus mit fünf Stimmen. Rodrigo erhält seine erste Nominierungsstimme überhaupt. Doch dabei belässt es Big Brother nicht. Drei weitere Bewohner sollten außerdem auf die Liste gesetzt werden.
Big Brother bestraft Charlie im Diary Room (Bild 1) dafür, dass er am Vortag verraten hat, dass er Rodrigo nominieren wird. Er darf bis Mitternacht nicht sprechen (den Bewohnern aber nicht sagen dass er nicht sprechen darf), sonst wird er auch nominiert. Charlie fällt es aber schwer, nichts zu sagen. “For fucks sake”, rutscht ihm beim Seilspringen raus (2). Und dann ärgert ihn auch noch Kris (3).
Nach Mitternacht ruft Big Brother Charlie erneut in den Diary Room (4). Big Brother hält Charlie jeden kleinen Verstoß vor. Dabei war der so froh, nicht gesprochen zu haben. Summen, Singen und versehentliches Sprechen führt dazu, dass Charlie nominiert wird. Karly denkt, sie ist dran schuld und ist ganz traurig (5).
Tagsüber diskutieren Karly, Dogface und Kris über die Nominierungen (6), Dogface und Kris vermuten, dass ja klar ist, wer auf jeden Fall auf der Liste steht, bzw. Kris denkt auch, vielleicht auch gerade er (Halfwit) nicht. Ein Gespräch, das Folgen haben wird. Kris fragt sich zudem, ob die Leute denken würden, dass er gemein zu Halfwit war, glaubt aber nicht. Und lästert dann über Siavash. Dogface und Kris glauben nicht, dass Siavash wirklich der Partykönig ist, als der er sich ausgibt. Noirin und Kris diskutieren dann auch nochmal direkt mit ihm über seinen Stil (7). Kris hat noch niemals jemanden gesehen, der sich so anzieht wie Siavash (8), womit er dessen Modebewusstsein in Frage stellt.
Dann folgt was folgen muss: Dogface und Kris werden ebenfalls dafür bestraft (9), dass sie am Bus Stop über Nominierungen geredet haben, insbesondere was Halfwit betrifft und sie seine Nominerung für wahrscheinlich bzw. unwahrscheinlich halten. Schätzen oder Spekulieren, wer nominiert wird, ist ebenfalls verboten. Sie müssen ebenfalls ruhig bleiben, bis 2 Uhr morgens. Schlafen und zu Bett gehen allerdings auch verboten. Kris und Charlie summen später im Wohnzimmer, Big Brother ordnete allerdings an, dass sie keinen Pieps von sich geben dürfen. Und Dogface lacht herzlich als Halfwit Scherze macht.
Als sie nach 2 Uhr in den Diary Room gerufen werden, ahnen Dogface und Kris schon, dass sie ihre Aufgabe genau wie Charlie vermasselt haben. Wegen Summens, Flüstern und Lachen werden die beiden ebenfalls auf die Nominierungsliste gesetzt. Damit sind Halfwit, Marcus, Kris, Dogface und Charlie nominiert. Oben links auf diesem Blog könnt ihr auch abstimmen, wer gehen soll. Die Entscheidung treffen aber natürlich die britischen TV-Zuschauer.
Außerdem: Noirin erklärt Marcus nochmal, dass sie nichts von ihm will, und entschuldigt sich, falls das vielleicht falsch herübergekommen ist (10). Halfwit (11) erzählt Rodrigo (12), dass es ihm nicht gefällt, wie seine und Marcus Gefühle für Noirin ihre Beziehung zueinander komplizierter machen, als seien sie sexuelle Rivalen. Tatsächliche hatte ja auch Marcus in dieser Woche überraschend Halfwit nominiert.
Die Piratenpartei, die sich unter anderem für ein verändertes Urheberrecht oder den Schutz der persönlichen Daten (im Internet), etwa vor dem Zugriff des Staates (oder dem Missbrauch durch Unternehmen), einsetzt, steht derzeit hoch im Kurs. Durch die Debatte um die Internetsperren der Ursula von der Leyen haben die Netzaktivisten neuen Auftrieb bekommen. Doch besteht ein scheinbar seltsamer Widerspruch zwischen den Forderungen der Netzpolitiker und ihrem Handeln. Markus Wehner von der Faz schreibt in einem Beitrag über die Piratenpartei:
“‘Das Recht des Einzelnen, die Nutzung seiner persönlichen Daten zu kontrollieren, muss gestärkt werden’, heißt es in der Selbstdarstellung der Partei. Der Widerspruch, dass gerade ihre netzbegeisterten Anhänger durch die Verwendung ihrer Daten im Netz ihre Privatheit freiwillig aufgeben, ist bisher nicht thematisiert worden.”
Tatsächlich sind es gerade die Twitterer, Blogger, Social Networker, die einerseits die Eingriffe des Staates etwa von von der Leyen oder Schäuble in das Internet strikt ablehnen, gleichzeitig im Internet ihre Daten jedem Unternehmen in den Rachen werfen, ihre Meinungen, Freunde, Fotos, Beziehungen, Lieblings-CDs, Bücher, Filme, ja gar ihren Tagesablauf für immer im Netz abrufbar machen. Wie kann das sein?
Der Autor Robert Misik hat sich in seinem bachtenswerten Essay “Moral und Amoral” mit der Widersprüchlichkeit politischer Ideologien, genauer der des Neokonservatismus, auseinander gesetzt. Er geht von folgender Prämisse aus: “Innere Inkonsistenz ist, anders als bei philosophischen Theorien oder mathematischen Abstraktionen, im Bereich des Politischen nämlich nicht unbedingt ein Nachteil.” Er zitiert dazu den italienischen Psychoanalytiker Sergio Benvenuto: “Widersprüchlichkeit sollte nicht als Mangel, sondern als der geheime Lebenssaft in den Adern der politischen Ideen begriffen werden.”
Der Widerspruch des Neokonservatismus, um den es bei Misik geht, zeigt sich folgendermaßen: “Der Neokonservatismus preist die schöpferische Zerstörung, für die das freie Unternehmertum sorgt, er ist für einen schlanken Staat und für die Ausdehnung des Marktprinzips auf immer mehr Lebensbereiche. Gleichzeitig beklagt er die Resultate, die der avancierte Kapitalismus zeitigt. Er preist das freie Unternehmertum, verdammt aber den Hedonismus des postmodernen Konsumbürgers, verteidigt die liberale Kultur der Freiheit, sieht aber im Pluralismus der Werte eine Gefahr.” Oder ums es mal thematisch zu diesem Blog auszudrücken: “Auf der einen Seite wird ‘weniger Staat, mehr Privat’ durchgesetzt, Marktkonkurrenz in allen Lebensbereichen. Und wenn es dann neunundsiebzig Privatfernsehkanäle gibt und das Publikum nur mehr die Brüllshows schaut, wird der Verfall von Sitte und Moral beklagt.”
Diesen Widerspruch, so beschreibt es Misik, empfinden die Konservativen aber gar nicht als solchen. Dazu wird wird die Metapher des strengen Vaters und des Sohnes bemüht: “Der Sohn soll der Freiheit gewachsen sein, also den Überlebenskampf am freien Markt. Entwickelt er sich zu einem solchen selbstverantwortlichen Subjekt, dann ist ihm Respekt sicher, denn die Konservativen bewundern diejenigen, die ihren Weg machen, die sich durchsetzen. Wer das nicht schafft, der hat auch moralisch versagt. Dem winkt der Konservativismus nicht mehr mit der ‘Kultur der Freiheit’, dem kommt er mit der Strafeslust des strengen Vaters.” Und weiter: “Der Konservative ist ein politischer Tragiker, sein Ideal ist das einer “Männlichkeit”, mit der man Härten erträgt. ‘Freiheit’ ist nur zu den Terms of Trade des strengen Vaters zu haben.”
Die bürgerliche Freiheit ist also geknüpft an die anerzogene Selbstberrschung und Stärke sie richtig zu nutzen, des sich Fernhaltens von den Brüllshows, den Pornokinos, den Fast Food-Tempeln, all jenen Dingen, die der liberale Kapitalismus zwar auch bedient, die aber amoralisch sind. Wer demnach nicht handelt, den strafen die Konservativen mit Verachtung, der hat es quasi auch nicht anders verdient. Der gute Konservative ist der Freiheit (und dem Überlebenskampf am Markt) gewachsen, deshalb erträgt er zwar die amoralischen Zustände und ist sich ihrer Tragik bewusst, versteht sie aber nicht als Widerspruch.
Auf ganz ähnliche Weise lässt sich der Widerspruch zwischen der Abwehrhaltung der Netzaktivisten gegen staatliche Zugriffe und die gleichzeitige eigene Enthüllung privater Daten im Netz verstehen. Sie fühlen sich selbst in der Lage, entscheiden zu können, welche Daten sie preisgeben. Sie sind dem freien Informationsmarkt quasi gewachsen. Dass da auch viele Menschen sind, die unbedacht ihre Daten veröffentlichen und dadurch in Schwierigkeiten geraten, ist kein Widerspruch, das liegt allein daran, dass eben diese der Freiheit und den Möglichkeiten des Internets noch nicht gewachsen sind.
Den Widerspruch, wie es Wehner formuliert hatte, dass gerade die netzbegeisterten Anhänger durch die Verwendung ihrer Daten im Netz ihre Privatheit freiwillig aufgeben, gibt es also gar nicht. Der eigentliche Streitpunkt besteht darin, inwieweit der Staat überhaupt regulierend in das Internet eingreifen darf, etwa um vor Terror, Kriminalität oder Propaganda zu schützen, also die Abwegung von Freiheit und Sicherheit (und natürlich geht es auch um den Schutz vor Missbrauch eigener Daten durch Unternehmen). Das allerdings ist eine andere Debatte.

Screenshot der Website von CBS. Hier gehts direkt zur Vorstellung der 12 neuen Hausbewohner der der elften US-Ausgabe von Big Brother. (c) CBS
In Deutschland ist die neunte Staffel von Big Brother gerade zu Ende gegangen, gewonnen hatte Daniel. In Großbritannien läuft derzeit die 10te Staffel, zu der es auf diesem Blog auch ein Tagebuch gibt. Und jetzt gehts auch am in den USA wieder los. Zum inzwischen elften Mal füllen sie in Übersee ihren TV Container. Dort heißt es nicht Housemates, Hausbewohner, sondern House Guests. Und hier sind die ersten 12, die wir ab dem 9. Juli beobachten können. Sie sind bereits seit ein paar Tagen bekannt. Ein 13ter Bewohner wird erst am 9. Juli enthüllt:
Braden Bacha, 28, Surfer, hat Angst vorm Ertrinken
Casey Turner, 41, Lehrer und Teilzeit-DJ
Chima Simone, 32, freie Journalistin
Jeff Schroeder, 31, Anzeigenverkäufer
Jordan Lloyd, 23, Kellnerin
Keven Campbell, 29, Grafikdesigner, war mal Mitglied bei den Zeugen Jehovas
Laura Crosby, 21, Bikini-Model
Lydia Tavera, 24, Maskenbildnerin
Michelle Noonan, 27, Neurowissenschaftlerin, Nerd
Natalie Martinez, 25, Kampfsportlerin
Ronnie Talbot, 30, Videospiel- und Big Brother-Fan
Russel Kairouz, 24, Kampfsportler und Makler
Lydia konnte auf der Website von CBS bereits 240 und damit die meistens Fans aus der Community sammeln. Vielleicht ja schon ein Hinweis darauf, wer der kommende Star im Big Brother-Haus wird. Bei fast allen neuen Bewohner handelt es sich typisch für das US Big Brother um sportlich-schöne Mittelschichtler. Im letzten Jahr kamen sie allerdings noch etwas prolliger daher. Genau wie in Deutschland und UK scheint Big Brother hier auch zu versuchen das Niveau etwas zu heben. Ob das sich positiv auf Quote und Unterhaltungswert auswirkt… abwarten.
Tag 32 im britischen Big Brother-Haus. Noirin, ihre Männer und kein Ende. Wie kann sie Marcus nur klar machen, dass sie nichts von ihm will. Der scheint das nicht begreifen zu wollen. Rodrigo und Charlie streiten derzeit weiter, als hätte ihnen jemand ne Ladung Sexualhormone gespritzt. (Bilder (c) endemol/Channel 4)
Während inzwischen wohl auch Siavash und Marcus finden, dass Halfwit zuviel “Big Talk” um Gameplans und Co. macht, und sich Halfwit und Lisa ja inzwischen quasi auf einen Waffenstillstand geinigt haben, bleibt Halfwit weiterhin Lästeropfer von Karly (Bild 1) und Kris (2). Während Kris allerdings findet, dass Halwit ihm manchmal leid tut, sagt Karly ihr tue er niemals leid.
Trotzdem muss Kris zusammen mit Halfwit und Dogface als Team Schwarz bei der Tagesaufgabe rund um das Thema “Geschwindigkeit” antreten. Im Diary Room (3) erzählt Kris, dass er keine große Lust darauf hat, mit Halfwit in einem Team zu sein. Team Blau bilden Charlie, Rodrigo, Karly und Team Rot besteht aus Marcus, Noirin und Siavash. Lisa ist Sicherheitsbeauftragte. Ein Team-Mitglied muss quasi als Crash-Dummy auf Geschwindigkeit gegen eine Wand geschleudert werden (4, 5). Gewinner sind mit 19 Mp/h schließlich Halfwit, Dogface und Kris (6). Um letztlich Tokens für die Hausbewohner zu gewinnen, müssen die Drei und Lisa als Aufpasserin (7) noch eine Extra-Aufgabe machen: Eine Stunde lang tanzen und Fastfood essen (8). Es werden 5 von sechs möglichen Tokens erspielt.
Daraufhin ist den Bewohnern unglaublich schlecht. Vor allem Halfwit haben die Burger und der Tanz mitgenommen (9), er muss sich auf dem Klo übergeben (10). Auch Dogface erzählt im Diary Room (11), dass sie sich jetzt ganz krank fühlt. Die Bewohner-Übel-Werden-Lassen-Spiele sind ein immer gern gesehener Big Brother-Klassiker. Besonders gemein war damals in Staffel 5 die Kinderparty mit ganz viel Eiscreme, wobei die Bewohner nicht wussten, dass sie später noch eine Aufgabe mit einem Karussell bekommen sollten.
Thema 2 im Big Brother Haus, Noirin und ihre nicht enden wollenden Probleme mit ihren Verehrern. Zwar ist sie Sree jetzt los, dafür ist Marcus nun felsenfest überzeugt, dass da was geht. Norin (12) sucht in der Küche das Gespräch mit Marcus (13). Sie erklärt ihm, dass sie nur Freunde sind, sie möchte nicht dass alle Bemerkungen darüber machen, dass zwischen ihnen etwas laufe. Danach redet sie nochmal mit Lisa (14) und später auch mit Karly, wo sie sagt, die Männer im Haus sind alle wie Babies für sie, sie brauchen einen Mann, keinen Jungen (15). Später erzählt sie, dass sie noch ziemlich in ihren Ex verliebt ist, dass hätte ihr die bisherige Zeit im Haus bewiesen.
Marcus, der, wie wir erfahren, über 1000 Action-Figuren gesammelt hat (wegen der Kartons), ist allerdings wenig beeindruckt. Im Gespräch mit Siavash erklärt er nochmal, dass er weiterhin glaubt, sie stehe auf ihn. Deshalb macht Siavash Noirin am Ende des Tages nochmal deutlich (16), dass so Sachen wie auf dem Schoß sitzen (auch wenns nur für ein Bier ist), ein völlig falsches Bild erzeugen können.
Und dann sind da noch unsere hormongesteuerten Streithähne Rodrigo und Charlie. Sie bekommen sich im Garten mal wieder in die Haare (17, 18). Rodrigo sagt, er weiß nicht wieso, aber er möchte einfach mit ihm kämpfen. Rodrigo meint, Charlie möchte immer im Mittelpunkt stehen, und er sei der einzige der ihm die Stirn bietet. Er sei total nervig, ein totaler Clown. Im Schlafzimmer streiten sie sich weiter (19). Rodrigo erklärt, Charlie solle keine Späße mit ihm treiben. Der fühlt sich zu Unrecht angegriffen, glaubt Rodrigo mache das nur für die Kameras. Charlie geht ihm aus dem Weg, doch Rodrigo redet immer weiter, was Charlie ziemlich auf die Palme bringt. Er solle ihn endlich in Ruhe lassen (20). Lisa versucht zu schlichten (21).
Morgen (also eigentlich gestern) wird nominiert. Halfwit würde ich sagen, sind die Stimmen von Kris und Karly sicher, Charlie wird wohl für Rodrigo stimmen. Wird Noirin in der vergangenen Woche wie bei Sree mit Marcus ihren nervigen Verehrer nominieren? Vielleicht gibt es ja mal eine Überraschung.
Fotos/Screenshots (Klicken zum vergrößern) aus dem Big Brother-Tagebuch im IOFF (User: Anaya, MrsMarikina), (c) sevenload/RTL II/endemol
Daniel Schöller, der gelernte Maler, der einige Zeit in Spanien (und sieben Monate im Big Brother-Container) lebte, ist der Gewinner der neunten deutschen Big Brother Staffel. Er setzte sich am gestrigen Abend im großen Live-Finale von Big Brother 9 auf RTL II gegen die anderen vier Finalteilnehmer durch, zuletzt mit 55 zu 45 Prozent gegen Marcel. Die Spaßkanone aus Köthen landete wie schon im vergangenen Jahr auf dem zweiten Platz. Die immer nette Geraldine, die zuletzt gar nicht so anständige Sachen mit Marcel machte, wurde Dritte. Teenieschwarm Beni landete auf dem vierten Platz und Roberto Blancos Tochter Nachzüglerin Diana erreichte immerhin noch den fünften Platz.
Die Fanseite BBfun.de schreibt über die letzten Minuten von Gewinner Daniel im Big Brother-Haus:
Daniel irrte anschließend kurz vor dem Wahnsinn durch das nun leere Haus und wiederholte seine Worte: “Das passiert doch nicht! Ruhig! Ruhig! Ruhig!” – Er griff nach Zigaretten und Bier und musste scheinbar nicht enden wollende Minuten ausharren. Doch dann die Erlösung: “Verlasse jetzt das Haus!” – Das war er, der letzte Befehl vom Großen Bruder. Daniel kam dem natürlich sofort nach, durchschritt den Tunnel und fiel seiner Familie in die Arme. Auch die Fahrt über das Studio-Gelände vermag ihm wie im Traum vorgekommen sein: jubelnde Fans, ausgelassene Stimmung und ein Feuerwerk, das diese scheinbare Imagination als Realität ins Gedächtnis brennen wird.
Für RTL II war das Finale von Big Brother ein akzeptabler Erfolg. 11,8 Prozent Marktanteil erreichte der Sender in der Zielgruppe, weniger als in den Jahren zuvor, allerdings für RTL II-Verhältnisse eine hervorragende Einschaltquote.
Bevor Gewinner Daniel in seine Heimat Deutschland zurückkehrte, war er zwei Jahre lang Kite-Surf-Lehrer auf Fuerteventura, dort lernte er auch seine Ex-Freundin kennen, die ihm zu Beginn seiner Big Brother-Zeit noch einen Brief schrieb, sich dann aber endgültig von ihm trennte. Eine harte Zeit, denn gleichzeitig hatte Daniel die pummelige Sachsenpunkerin Madeleine im Haus an der Backe kleben. Mit 250.000 Euro Gewinn (davon gehen allerdings noch Steuern ab) nach 211 Tagen auf engstem Raum, will Daniel Schöller jetzt erstmal die Welt bereisen und später wieder in den Malerbetrieb seines Vaters einsteigen. (rp online)
Und wer jetzt immernoch nicht genug von Big Brother hat: In Großbritannien läuft die 10te Staffel der Reality Show. Das Tagebuch dazu gibts hier auf dem Blog.
Am 31. Tag im britischen Big Brother-Haus liegen die Nerven einiger Bewohner blank. Zunächst bei Halfwit, und später am Tag dann immer mehr bei Rodrigo, der mal wieder Streichopfer von Charlie wird um auch wieder mit ihm in Streit gerät. Ist Rodrigo etwa in Charlie verliebt? (Bilder (c) endemol/Channel 4)
Der 31. Tag im Big Brother-Haus beginnt mit einer kleinen Krise von Halwit. Alle Bewohner hatten am Tag zuvor auch etwas zuviel getrunken. Halfwit jedenfalls geht direkt nach dem Wecksignal in den Diary Room (Bild 1) und wirkt ziemlich zerstreut (2).
Halfwit erzählt, er fühle sich gefangen. Er ist besorgt, weil er so oft nominiert wurde. In der Nacht zuvor hatte er mit Kris und Dogface über die Fake-Romanze geredet, was ihm inzwischen vermutlich wieder leid tut. Big Brother jedenfalls bringt Halfwit am Ende des Gesprächs sogar noch zum lachen: Was würde deine Mutter darüber sagen, dass Du Dir die Nase am Ärmel abwischst? Halfwit entschuldigt sich später bei Kris und Dogface, sucht zuvor allerdings erstmal die Nähe von Charlie, nicht sexuell, wie er sagt (3, 4).
Rodrigo bekommt im Diary Room eine Geheime Mission (5): 30 Minuten hat er Zeit, einen Hausbewohner zu überzeugen, wie ein Hund auf Händen und Knien zu gehen und zu bellen. Rodrigo ist direkt zuversichtlich. Er gibt vor einen verletzten Fuß zu haben und daher wie ein Hund laufen zu müssen und möchte das jemand mitmacht. Klappt nicht. Dann geht er zu Dogface, es wäre ja passend, wenn sie das macht. Das klappt sofort (6). Belohung: Fruchtpunsch, Erbeeren und Sahne.
Charlie und Kris kommen wieder einmal auf die Idee Rodrigo einen Streich spielen zu wollen. Sie verstecken sich in der Nähe des Badezimmers mit einem Bettbezug (7). Als Rodrigo das Bad verlässt, fangen sie ihn mit dem Bettbezug ein und tragen ihn in den Garten. Als sie ihn dann scheinbar tatsächlich im Sack gefangen in den Pool werfen wollen, schreitet Big Brother ein. Das hätte echt ins Auge gehen können (8, 9, 10).
Marcus macht sich Gedanken sowohl über Kris und Dogface als auch über Noirin (11). Von Noirin will er zwar auch etwas Abstand nehmen, er glaubt aber, dass zwischen ihnen etwas ist. Noirin hingegen fühlt sich schlecht, weil sie nicht weiß, wie sie Marcus sagen soll, dass sie nicht auf ihn steht und sucht Rat bei Lisa (12). Die rät ihr, Marcus offen zu sagen, dass sie nicht auf ihn steht, allerdings in Komplimente verpackt, er sei ansonsten halt ein Spitzen- aber nicht ihr Typ.
In der Küche gibt es dann mal wieder Streit zwischen den Charlie und Rodrigo, nachdem Halfwit kurz zuvor noch belehrt hatte, sie sollen Grenzen für Streiche setzen. Auch die anderen Hausbewohner können sich nicht erklären, ob die beiden nun Spaß machen oder es ernst meinen mit dem Streiten. Rodrigo weint auf dem Klo, verneint das aber später als Charlie ihn fragt, was los sei (13). Es ist völlig unklar, wie die Situation zwischen den beiden nun aussieht, und sie sind beide verwundert, wie der andere reagiert. Rodrigo erzählt dann im Diary Room, dass er auch nicht versteht, warum aus Spaß immer Ernst wird und fängt an zu weinen (14). Dabei ist die Sache vermutlich ganz einfach: Er ist verliebt!

Bald auch in Deutschland: Moss, Jen und Roy von der IT (c) Channel 4
Comedy Central wird ab 20. September immer sonntags 22:15 Uhr den britischen Comedy-Hit “The IT Crowd” ausstrahlen. Insgesamt 18 Folgen aus bislang 3. Staffeln. Im Original läuft “The IT Crowd” bei Channel 4. Regelmäßigen Comedy Central-Zuschauern ist der typisch britische Humor vermutlich schon aus “Little Britain” bekannt. “IT Crowd” ist im Gegensatz etwas weniger absurd, bringt allerdings den typisch schwarzen britischen Humor mit, ein gutes Gespür für Timing und einen Hauch von Nerdcomedy.
Im Mittelpunkt der Comedy stehen die IT-Administratoren Roy und Moss, und deren – zunächst neue – Chefin Jen. Roy und Moss fristen ihr Dasein in einem Kellerbüro und haben nicht zuletzt aufgrund des technischen Unwissens ihrer Kollegen und der wenigen Beachtung, die ihre Arbeit erfährt kaum große Lust auf ihren Job. Und dann kommt auch noch die neue ebenfalls völlig unwissende Chefin hinzu. Da Jen ihren Lebenslauf für die Position der IT-Chefin quasi frei erfunden hat, versteht sie sich als Botschafterin zwischen den IT Jungs und den restlichen Mitarbeitern des Unternehmens.
Zwar begegnen Moss und Roy Jen anfangs noch kritisch und mit Abstand, spielen ihr den ein oder anderen Streich, doch mit der Zeit freundet sich das Trio an. Der bekannteste Gag aus der Show ist vermutlich der, als Roy und Moss Jen für eine Präsentation eine Box mit einem roten Licht überreichen und ihr erzählen: Dies, Jen, ist das Internet! (Youtube-Video). Aus diesem Gag resultierte auch das Design der englischen DVD-Box, die seit einiger Zeit erhältlich ist. Im Oktober soll “The IT Crowd” auch in einer deutschen Version auf DVD erscheinen.
Die meisten haben es vermutlich schon erfolgreich verdrängt oder gar nicht erst mitbekommen, aber Sat.1 hatte sich Anfang 2008 tatsächlich an einer Wort für Wort-Kopie von “It Crowd” versucht, das hieß damals “Das iTeam – Die Jungs an der Maus”. Der Versuch war allerdings ziemlich schnell gescheiterte (nach 2 Episoden), und zu allem Überfluß auch noch nichtmal passend kopiert.
Auch wenn es der Name vermuten lässt, ist “The IT Crowd” im Gegensatz zu “The Big Bang Theory” keine reine Nerd-Comedy. Die nerdigen Gags sind eher so gehalten, dass sie jeder verstehen kann, der schonmal einen Computer benutzt hat. IT Crowd geht eher in Richtung Büro Sitcom und lebt besonders von seinem schwarzen Humor. So gibt es eine Episode, die auf den Kanibalen von Rothenburg anspielt, und in der Moss als Mahlzeit für einen deutschen Kanibalen dienen soll. In einer anderen Episode taucht ein Mann namens Peter File auf (engl. wie pedophile). Typisch britisch halt.
“The IT Crowd” hat unter anderem einen Emmy und den britischen TV-Preis Bafta als beste Sitcom gewonnen.
Verkehrte Welt im Big Brother-Haus am 30. Tag. Halfwit und Lisa vertragen sich, dafür geraten Rodrigo und Charlie gleich zweimal über Nichtigkeiten in Streit. Und Marcus und Noirin geben ein seltsames Paar ab derzeit. (Bilder (c) endemol/Channel 4).
Was war denn da los? Am Morgen des 30. Tages im britischen Big Brother-Haus sucht Halfwit das Gespräch mit Lisa (Bild 1) und erklärt, dass er nicht das Opfer spielen möchte. Lisa bescheinigt ihm, dass er kein böser Typ sei und sie sich freut, dass er das Gespräch gesucht hat. Und dann umarmen sich die beiden ehemaligen Streithähne auch noch (2).
Für Spaß sorgt ein Streich von Charlie, Marcus, Kris und Halfwit, als sie Siavash (4), Dogface und Rodrigo (3) im Bad einschließen, aber behaupten nichts damit zu tun zu haben, dass die Tür verschloßen ist (5). Dogface sagt, Halfwit solle schwören, dass das kein Streich sei und Halfwit sagt, auf Hinweis von Kris, ok, er schwöre auf das Leben ihres Chihuahuas, was zu einer äußerst niedlichen Reaktion von von Dogface führt. Immer wieder wiederholt sie: Er hat auf meinen Chihuahua geschworen, unglaublich!
Statt Halfwit und Kris streiten an diesem Tag Rodrigo und Charlie. Zuerst weil Charlie meint, Rodrigo habe einen seltsamen Namen und später gibt es einen Konflikt, weil Kris und Charlie Marcus gebunkertes Bier geklaut und ausgetrunken haben (6). Es ist schwer zu verstehen warum, aber in beiden Fällen sucht Rodrigo irgendwie die Konfrontation mit Charlie (7). Schließlich führt das dazu, dass Charlie weinend in den Diary Room kommt (8). Er wundert sich, warum Rodrigo ihn immer so angeht, als würde es auf eine Reaktion anlegen. Er spricht über eine halbe Stunde mit Big Brother. In beiden Fällen vertragen sich Charlie und Rodrigo allerdings auch schnell wieder (9, 10). Seltsam.
Genauso seltsam ist das Verhalten von Noirin und Marcus. Kaum ist Sree aus dem Haus, klebt Marcus ihr nun umso mehr an der Backe, sie setzt sich sogar auf seinen Schoß (11) und später sieht man sie lange unter der Bettdecke tuscheln (12), was allerdings auf Marcus Initiative zurück geht. Er sagt ihr, dass er sowieso nichts im Haus machen würde und sie sich deshalb keine Gedanken machen soll. Aber will Noirin überhaupt etwas von ihm? Schwer vorzustellen. Vermutlich hat Noirin einfach den am schlechtesten durchdachten Gameplan.




























































































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