Montag, 14. Dezember 2009: In der Schweiz, Australien, Irland, UK und USA war oder ist ihr Album „I Dreamed A Dream“ bereits auf Platz 1 der Charts, ihren Traum lebt sie jetzt: Susan Boyle ist der wahrscheinlich erfolgreichste Musik-Act des Jahres. Möglich gemacht haben das die TV Show „Britain’s Got Talent“ (englisches Supertalent) und das Internet. Nach ihrem ersten Auftritt in der Talentshow war Susan Boyle über Nacht plötzlich berühmt, das Video im Internet millionenfach angeklickt. Nachdem sie beim Finale von Got Talent nur Zweite wird, bricht die ehemalige schottische Küchenhilfe zusammen. Doch jetzt ist sie wieder da und stürmt die Charts mit ihrem ersten Album. Manchmal gehen Träume doch in Erfüllung – Wahrscheinlich ist es dieser Gedanke, der die unscheinbare Schottin so hoch hinaus in die Showwelt getragen hat. Bildlink

tvundso.com „Standbild“ zeigt in lockerer Folge Schnappschüsse und andere Fotos zum aktuellen Geschehen rund um den TV-Globus.

Archiv:

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Sie haben entschieden wer es bis ins Halbfinale schafft: Bruce Darnell, Sylvie Van der Vaart und Dieter Bohlen aus der Jury vom Supertalent. Ab dem Halbfinale wählen die TV-Zuschauer ihre Favoriten.

Diese Kandidaten kamen in den einzelnen TV Shows des Supertalents 2009 weiter. Hinter den Namen ist jeweils das Video bei Clipfish.de verlinkt. Ab dem Halbfinale 3 Teile auf Clipfish: Die zwei weiteren Teile sind auch hier verlinkt (Video 2, Video 3). Video 2 ist dabei jeweils der Auftritt. Bei den Finalteilnehmern ist unter „Casting“ noch der erste Auftritt verlinkt.

Gewinner von „Das Supertalent 2009″ ist:

Yvo Antoni und Hündin Primadonna

Platz 2: Vanessa Calcagno

Platz 3: Petruta Küpper

FINALE (19.12.):

Hier sind alle Auftritte aus dem Supertalent Finale verlinkt.

Die Finalteilnehmer waren:

Und so hat alles begonnen – Die Castings:

Show 1

Show 2

Show 3

Show 4

Show 5

Show 6

Show 7

Sie waren die 30 Teilnehmer der Halbfinals:

Eine Übersicht über die Kandidaten der Halbfinals gibts auch bei rtl.de mit Bildern (Klickstrecke). Die Auswahl erfolgte aus 130 Kandidaten, die sich zuvor in den Castings qualifiziert hatten (Quelle: diese Sendung), von denen jedoch nur einige in den TV Shows gezeigt wurden.

Diese Kandidaten kamen in den drei Halbfinals weiter:

1. Halbfinale (28.11.)

2. Halbfinale (5.12.)

3. Halbfinale (12.12.)

Eine Jury Freikarte fürs Finale erhielten, sie rücken also auch ins Finale ein:

Im folgenden einige Fotos vom Finale des Supertalents am 19.12.2009 (Stefan Menne/Getty Images, via Picapp). Über einen Klick auf irgendeines der Fotos gelangt ihr zu weiteren Bildergalerien und Fotos vom Supertalent. Hier gehts zum Bericht vom Finale (eine Art Liveblog), hier die Übersicht über alle Ergebnisse der Staffel und hier zu den Gewinnern Yvo Antoni und Primadonna.

Moderator Marco Schreyl und die kleine aufgeweckte Sängerin Carlotta Truman scherzen auf einem Klavier sitzend. Sicher das niedlichste Kind an diesem Abend.

Oliver Roemer rockt die Bühne mit dem Song „Higher and Higher“.

In düsterer Atmosphäre singt Karin Andreev das Opernstück „Casta Diva“. Hier musste die Produktion unbedingt eine so schauerliche Kulisse wie nur möglich umsetzen.

Feuerspucker Hannes Schwarz alias Saraph sorgte auf jeden Fall für den optisch beeindruckensten Auftritt.

Sven Mattis erhebt sich in die Luft, um beim Supertalent die Ehre der Akrobaten zu verteidigen.

Marco Schreyl versucht sich nach dem Auftritt von Sängerin Tamina Geuting an einer Moderation.

Der kleine Richard Istel aus Leipzig sang „Hallelujah“.

Die blinde Sängerin Fabienne Brender war während und nach ihrem Song „Almost Lover“ selbst ganz ergriffen von ihren Emotionen.

Panflöstistin Petruta Küpper verzauberte die Zuschauer mit einer träumhaft-traurigen Melodie von „Memory“ aus dem Musical Cats.

Fensterputzer Davy Kaufmann sang den Kult-Klassiker „White Christmas“.

Die beiden kamen gut an und wurden am Ende Supertalent 2009: Yvo Antoni und Primadonna.

Opernsängerin Vanessa Calcagno bei ihrem Auftritt. Die Saarbrückerin wurde schließlich zweite.

Am Ende stand nur ein zehntel Prozentpunkt zwischen ihnen (13,5 Prozent der Zuschauerstimmen zu 13,4 Prozent): Gewinner Yvo Antoni mit Primadonna und Zweitplatzierte Vanessa Calcagno.

Supertalent-Gewinner Yvo Antoni und seine Frau Marina sind erschöpft und glücklich nach dem aufregenden Finale des Supertalents 2009.

Ds sind die Gewinner des Supertalents 2009: Primadonna und Herrchen Yvo Antoni.

RTL und Dieter Bohlen kommen auf den Hund, besser gesagt auf die Hündin: Primadonna ( ein Jack Russel Terrier) hat gewonnen, zusammen mit Herrchen Yvo Antoni. Der Dressur-Act gewann mit 13,5 Prozent der Zuschauerstimmen. Die Zweitplatzierte folgte direkt mit 13,4 Prozent. Es wurde denkbar knapp, bevor die Antwort auf die Frage „Wer ist Supertalent 2009?“ schließlich feststand.

Fotos vom Finale des Supertalents gibt es hier.

Das Medienmagzin DWDL twitterte erste Reaktionen von Dieter Bohlen auf den Gewinner: „Der Bohlen verzweifelt hier gerade. Der Hund singt ja nicht. Herrlich.“ Dieter Bohlen hatte zuvor keinen Hehl daraus gemacht, dass ihm ein musikalischer Künstler am liebsten wäre. Musik transportiert gerade jetzt zu Weihnachten halt am besten die Emotionen. Davy Kaufmann, Sohn von Günter Kaufmann hatte extra „White Christmas“ von Bing Croby gesungen. Allein: es half nichts.

Nach allerlei Schicksalsgeschichten in diesem Jahr haben sich die Zuschauer am Ende für einen Act entschieden, der keine Schicksalsstory präsentiert hat, sondern schlicht für einen Hund, der von Natur aus Emotionen weckt, die nicht erst möglichst dick aufgetragen werden müssen. Allerdings: bei so vielen Kandidaten kann man die Sache auch so sehen, wie es ein Nutzer im Fernsehforum IOFF schrieb: „Schon krass, ca. 86,5 % wollten nicht, dass der Hund gewinnt.“

Die ersten Drei beim Supertalent 2009: Gewinner Yvo Antoni mit Hündin Primadonna, Opernsängerin Vanessa Calcagno und Drittplatzierte Petruta Küpper, die Panflötistin.

Obgleich ist die Überstrapazierung der Schicksalsstories mehrfach angesprochen habe, hab ich nicht für Yvo Antoni und Primadonna gestimmt, sondern trotzdem für Petruta Küpper, da mir die Arme von den RTL-Kameras besonders bedrängt erschien, und wichtiger, von allen Finalisten eigentlich den schönsten Auftritt hatte. Die Panflötistin wurde schließlich Dritte. Auf dem zweiten Platz landete die talentierte Opern-Sängerin Vanessa Calcagno aus Saarbrücken.

Nicht nur, dass mit Yvo Antoni und Primadonna am Ende ein relativ unaufgeregter, natürlicher und authentisch symphatischer Act gewonnen hat. Der Sieg von Hund und Herrchen ist auch in anderer Hinsicht sinnbildlich für das deutsche Supertalent. Beim britischen Original trat im Jahr 2008 ein vergleichbarer, aber durchaus besserer Act (sogar mit ähnlichen Tricks) auf: Kate & Gin (Border Collie). Die beiden schafften es ebenfalls bis ins Finale. Mit der deutschen, um ein Jahr verzögerte Kopie des tollen Acts verhält es sich wie mit dem Supertalent zu Britain’s Got Talent: ganz ok, aber bei weitem kein Vergleich. Die Supertalent-Gewinner Yvo Antoni und Primadonna brauch das nicht stören: Sie sind um 100.000 Euro reicher, die jetzt in den Garten investiert werden sollen. Und die Symphatie der deutschen Supertalent-Fans haben sie sicher.

Aber auch die anderen 11 Finalisten gehen nicht leer aus. Vom 26. Januar bis 7. Februar 2010 gehen die Finalisten mit ihren Darbietungen auf Tour. Ihr Weg führt sie dabei nach Ludwigsburg, Kempten, Mannheim, Erfurt, Berlin, Rostock, Köln, Hamburg, Oberhausen, Hannover, Halle/Westf. und Zwickau.

Die Auftritte von Yvo Antoni und Primadonna bei Clipfish.de:

Finale: Teil 1Yvo Antoni ( Teil 2) und Hündin Primadonna (Teil 3)

Halbfinale: Yvo Antoni und Primadonna Teil 2Teil 3

Casting: Yvo Antoni und Hündin Primadonna

Mehr Supertalent 2009:

Ergebnisübersicht für alle Shows

Supertalent – Die Kandidaten der 1. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 2. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 3. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 4. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 5. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 6. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 7. Show

Supertalent – Halbfinale 1

Supertalent – Halbfinale 2

Supertalent – Halbfinale 3

Die 12 Finalisten des Supertalents 2009 beim Fototermin, versammelt um den Jurytisch und die Juroren.

Update 20.12.09.: Die Gewinner des Supertalent 2009 sind Yvo Antoni und Primadonna

Und hier gibts viele Fotos vom Supertalent-Finale.

12 Kandidaten treten heute beim großen Finale von „Das Supertalent 2009″ um die Gunst des Publikums an. 9 wurden vom Publikum in drei Halbfinals ausgewählt, 3 von der Jury. Nur einer der 12 Acts, die meisten davon Sänger, kann jedoch der Gewinner des Supertalents 2009 werden. Einen Überblick über den gesamten Verlauf des Wettbewerbs gibt es hier: „Wer ist weiter?, Wer hat gewonnen?„. Nicht alle sehen aus wie Stars, doch genau das ist ja beim Supertalent nicht wichtig. Statt Äußerem zählt das Talent, und letztlich das Publikum: das steht nicht nur auf abgefahrene Freaks, die es auch in diesem Jahr wieder gab, sondern auch berührende Geschichten. So wurden viele der Kandidaten in diesem Jahr mit einer traurigen Schicksalsgeschichte vorgestellt. Ein Trend, der zumindest in anderen Ländern auch kritisch gesehen wird. Eins steht jedoch fest: Ob mit oder ohne bewegtes Schicksal: Talent haben sie alle. Hier also der Bericht vom Finale.

Die Links hinter „Auftritt“ und den Namen der Kandidaten führen wie immer zu den drei Videos bei clipfish.de Bei den Sänger sind zusätzlich noch die Songs der Originalkünstler oder passender Versionen bei Youtube verlinkt.

Auftritt 1Tamina Geuting: Wird heute auch „Lady Locke“ genannt. Tamina kam ja zunächst nicht weiter und wurde dann von der Jury als eine von drei Nachzüglern ins Finale geholt. Weil sie ein „Ausnahmetalent“ sei und es im Halbfinale ganz knapp war. Sie singt heute den besonders schwierigen Titel „When You Believe“ von Mariah Carrey und Whitney Houston. Während die Jury ihre Statements abgibt, sieht Tamina ganz ernst aus. „Dieser Titel ist ja die absolute Königsklasse“, sagt Dieter. „Hammermäßig gesungen“. Bei DSDS rät er seinen Kandidaten immer davon ab, weil der Titel zu schwer ist.

Auftritt 2Yvo Antoni und Hündin Primadonna: Bis die beiden anfangen Seilzuspringen is es eher langweilig, danach auch wieder. Irgendwie fehlt das Dynamische und auch das Gesamtpaket an der Choroegrafie, es ist eher eine Abfolge von Tricks. „Die Frage ist, wenn Du 100.000 Euro gewinnen würdest: Wer bekommt das Geld?“, fragt Bruce. Dieter hat auch vor allem das Seilspringen gefallen.

Auftritt 3Oliver Roemer: Zweimal dabei beim Supertalent, diesmal auch im Finale. Wo er singt, bebt die Bude heißt es über die schwergewichtige Stimmungskanone. Oliver selbst möchte ungefähr 50 Kilo an Gewicht verlieren, so glücklicher werden. Dazu braucht er das Preisgeld und will heute 150 Prozent von sich zeigen. Er singt „Higher and Higher“ von Jackie Wilson. Ich finde, die Nummer ist nicht wild genug für ihn, doch die Jury grooved mit. „Du kannst wirklich sehr, sehr stolz sein“, sagt Bruce. Und: „Für mich bist Du wirklich der neue Discokönig“. Außerdem bewundert er Bruce Glitzerhemd. „Du hast so viele Leute mit Deine Geschichte Mut gemacht“, sagt Sylvie. Nicht aufgeben, dann kommt man weiter.

Auftritt 4Richard Istel: Der Junge mit der Engelsstimme, nennt ihn RTL. Er seine eine der größten Überraschungen in diesem Jahr. Kam eher zufällig ins Halbfinale, weil ein anderer Kandidat absagte. Und dann wurde der kleine Leipziger zum Publikumsliebling. Heute singt er „Hallelujah“, den Weihnachtssong-Klassiker, mit dem auch schon andere in Talent-Shows Erfolg hat. „Megatoll gesungen“, findet Dieter.

Auftritt 5Carlotta Truman: Die talentierte kleine Sängerin singt heute „Imagine“ von John Lennon, sitzt dabei auf einem Klavier. Sehr süß. „Du bist ja son richtiger Carlotterie-Gewinn für unsere Sendung“, sagt Marco Schreyl. „Ich finde die Welt in Frieden sein“, sagt die kleine Carlotta zu ihrer Songwahl. „100 Percent Perfection“, sagt Bruce und drückt sich eine Träne raus. Carlotta wirkt ziemlich gelassen und natürlich. „Wenn Du da auf der Weltklimakonferenz den alten Säcken was vorgesungen hättest, vielleicht hätte sich da was geändert“, meint Dieter.

Auftritt 6 - Sven Mattiß und Sebastian Whörl: Die beiden Luft- und Trommelakrobaten dürfen heute die Ehre der Akrobaten hochhalten. Golden angemalt und besprüht erhebt sich auch heute wieder Sven Mattiß zu rhytmischen Trommelklängen von Sebastian Whörl in die Luft. Im zweitel Teil der Performance steigen beiden mit einem Fußball empor. Soviel anders als bisher war es nicht. „Ich hoffe sehr, nach diese Abend, wird diese Kunst nicht mehr unterschätzt“, meint Bruce. „Drei Mal dat selbe – war mir ein bisschen zuviel“, findet Dieter.

Auftritt 7Fabienne Bender: Ein Keyboard hat sie schon geschenkt bekommen, die blinde Sängerin Fabienne Bender, nun ist sie bis ins Finale gekommen. Und für viele, so heißt es, schon ein heißer Anwärter auf den Sieg beim Supertalent 2009. Heute singt sie „Almost Lover“ von A Fine Frenzy. Das Publikum klatscht auch schon zwischendurch begeistert. Fabiennes Stimme zittert zwischendurch etwas. Vielleicht vor Aufregung. „Singen macht Dich einfach glücklich. Ich hoffe, dass Du noch so viel singen kannst in Deinem Leben“, sagt Sylvie. Fabienne ist am Ende ganz gerührt.

Auftritt 8Karin Andreev: Das tätowierte, düstere Mädchen überraschte die Zuschauer damit, dass sie so gut klassische Oper singen kann. Den Tod ihres Vaters habe sie nie verkraftet. Jetzt weiß ganz Deutschland davon, dass sie für ihn singt. Vielleicht kann sie ihn auf diese Weise ja verarbeiten. „In meinem Leben ist viel schief gelaufen. Das Supertalent ist ein Lichtblick für mich“, sagt sie. Sie singt „Casta Diva“ aus der Oper „Norma“ von Vincenzo Bellini. Immer wieder unglaublich, dass sie so singen kann. Wobei es schon sehr extrem auf Kontrast gemacht ist. „Ich glaube, Du bist auch glücklicher“ meint Sylvie, im Gegensatz zum Casting.

Auftritt 9Hannes Schwarz alias Saraph: „Johannes war immer der ältere Bruder, der nie Angst vor etwas hatte“, erinnert sich Johannes Schwarz jüngerer Bruder. Hannes kam ebenso wie Sven und Sebastian und Tamina Geuting durch das Votum der Jury ins Finale. Jetzt wird er wieder die Supertalent-Bühne in Flammen setzen. Und nicht nur das: Als ersten brennt erstmal sein Rücken. Durch die gesamte Dekoration und die visuellen Effekte im Hintergrund wirkt die Show wie immer spektakulärer als sie eigentlich ist. „Bruce, gut das nix passiert ist, sonst hättest Du das Feuer ausweinen müssen“, scherzt Hartwig. Dieter glaubt, er ist verrückt.

Auftritt 10Petruta Küpper: Die Panflötistin nimmt am Supertalent teil, um ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Heute spielt sie „Memory“ aus dem Musical Cats, umringt von Kerzen und Licherketten, die am Studiohimmel einen riesigen Kronleuchter nachahmen. „Das war wirklich eine sehr, sehr tolle Leistung“, bestätigt Dieter. „Für mich bist Du wirklich die personifizierte Zauberflöte“.

Auftritt 11Vanessa Calcagno: „Uns wird ja immer vorgewurfen, dass wir keine Hochkultur im Programm haben. Liebe Kritiker, liebe Feuilletonisten, da müsst ihr Euch jetzt was neues einfallen lassen“, leitet Marco Schreyl den zweiten Opern-Auftritt an diesem Abend ein. Die Saarbrückern nutzt den Einspieler für ihrem Auftritt um ihrer Mutter mehrfach zu danken. Danach singt sie ein Lied über den „lieben Vater“: „O mio babbino caro“ von Giacomo Puccini und aus der Oper „Gianni Schicchi“. Ganz in weiß ist sie dabei gekleidet. Die Jury ist begeistert.

Auftritt 12Davy Kaufmann: Der Sohn von Schauspieler Kaufmann ist der letzte Act, der 2009 beim Supertalent auftritt. Im echten Leben Fensterputzer, hofft er beim Supertalent den Sprung ins Showgeschäft zu schaffen. Er singt „White Christmas“ von Bing Crosby. Das ist natürlich doof, dass bald Weihnachten ist, sonst hätte er sich einen stärkeren Song aussuchen können, der ihm eher gerecht wird. Am Ende sagt er auch noch „Fröhliche Weihnachten“. Egal wie es ausgeht, sagt Dieter Bohlen, Davy habe „super, super viel“ erreicht.

Mehr Supertalent 2009:

Supertalent – Die Kandidaten der 1. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 2. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 3. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 4. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 5. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 6. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 7. Show

Supertalent – Halbfinale 1

Supertalent – Halbfinale 2

Supertalent – Halbfinale 3

oder: 10 Texte zu Internet, Onlinejournalismus und Digitaler Gesellschaft, die man 2009 gelesen haben sollte.

Drei Themen bestimmen im Jahr 2009 die öffentliche Debatte um das Internet als Medium: seine Einwohner, seine Freiheit und die Frage wie es sich zum Journalismus verhält.

Die Einwohner werden in diesem Jahr mit drei Begriffen bezeichnet: Digital Natives, Generation C64 und Generation Upload. Der letzte Begriff entstammt einer gescheiterten Werbekampagne von Vodafone, dürfte sich langfristig nicht durchsetzen. Die Digital Natives, die Ureinwohner des Netzes, rücken in diesem Jahr verstärkt in den Focus der öffentlichen Wahrnehmung, sie werden ernster genommen, zunächst von Medien und Unternehmen, später im Jahr auch von Politik und führenden Intellektuellen.

Die Freiheit des Internets sollte mit einem „Zugangserschwerungsgesetz“ in diesem Jahr eingeschränkt werden. Das führte dazu dass seine Einwohner gegen die Pläne der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen („Zensursula“) auf die Barrikaden gingen, sich über Blogs wie Spreeblick, Piratenpartei oder Online-Petition politisch organisierten und die Piraten schließlich über 800.000 Stimmen bei der Bundestagswahl erhielten.

Der Journalismus sollte neben den Dauerbrennern Urheberrecht und Datenschutz in diesem Jahr eine besondere Bedeutung in der Internet-Debatte bekommen. Das Vorhaben des privatwirtschaftlich organisierten Teils des Journalismus seine journalistischen Produkte doch lieber gegen Bezahlung zugänglich machen zu wollen, stieß die eigentlich erledigt geglaubte Paid-Contente Debatte neu an.

Die folgenden herausragenden Texte, die ich das Jahr über gesammelt habe, verdeutlichen rückblickend die Entwicklung und die wichtigsten Argumente dieser und anderer Debatten, und gehören zu den kuriosesten, lesenswertesten und/oder wichtigsten Texten des Jahres:

Miriam Meckel: In der Grotte der Erinnerung (FAZ, 12. Mai 2009)

Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel spricht sich in einem Essay für die Frankfurter Allgemeine Zeitung für den Wert von professionellem Journalismus aus, schafft damit die intellektuelle Basis für die kommenden Vorstöße der Verlage. Eine Erwiederung, die andere (private) Akteure in alternativen Journalismusmodellen anspricht, findet sich bei Medial Digital.

Stefan Niggemeier: Was würde uns fehlen ohne Journalismus? (FAZ, 20. Mai 2009)

Nicht nur als Reaktion auf Miriam Meckel bringt sich Medienbeobachter Stefan Niggemeier in einem weiteren Essay für die Frankfurter Allgemeine Zeitung in Position. Niggemeier spricht sich für ein Umdenken zu Gunsten neuer Formen und weniger strikten Grenzen zwischen etwa Bloggern und Journalisten, Print und Online aus, sondern vor allem für eine Unterscheidung: guter und schlechter Journalismus. Vor allem also für eines: Qualität.

Christian Stöcker: Die Generation C64 schlägt zurück (Spon, 2. Juni 2009)

In einem viel beachteten Artikel gibt Spiegel-Autor Christian Stöcker den wütenden, diskutierenden, sich organisierenden und einmischenden Akteuren in der hochkochenden Debatte um die Netzsperren als erster einen Namen: Generation C 64. Der Bann ist gebrochen: Ab jetzt sind sie keine Internetspinner mehr, sondern eine Gesellschaftsgruppe, die Ernst genommen werden muss.

Frank Schirrmacher: Die Revolution der Piraten (FAZ, 21. September 2009)

Völlig unerwartet erhebt FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher in der konservativen Frankfurter Allgemeinen Zeitung den sogenannten „Nerd“ zu einem wichtigen Typus eines neuen Intellektuellen. Damit sind Piratenpartei und Netzbewegung aus Persepktive der gesellschaftlichen Elite als ernstzunehmende Akteure endgültig legitimiert. Später im Jahr betrachtet Schirrmacher das Internet in seinem Buch „Payback“ aber wieder kritischer.

Peter Glaser: Der große Tauschangriff (Berliner Zeitung, 25. September 2009)

In einem Beitrag für die Berliner Zeitung wirft Kult-Autor Peter Glaser einen ironischen Blick auf die Entwicklung des Urheberrechts. Es ist einer der Texte, der so lustig ist, weil er wahr ist. Zeigt er doch wie sehr sich die alten Vorstellungen von Unternehmen und Content-Industrie und die Realität im Netz wiedersprechen.

Susanne Gaschke: Ätzt bloß nicht gegen das Netz, sonst droht der Aufstand im Kindergarten (Falter, 14. Oktober 2009)

Auch 2009 sollte den einen oder anderen niedergeschrieben Angriff auf das Internet und seine Bewohner enthalten. Besonders aufgebracht äußerte sich Internet-Skeptikerin Susanne Gaschke im Falter. Amüsant und Vertreter der Kategorie: besonders misslungen.

Adam Soboczynski: Das Netz als Feind (Die Zeit, 2. Juni 2009)

Zeit-Autor Adam Soboczynski beschreibt in einem von vielen zerredeten, aber nachdenkswertem und vor allem toll zu lesendem Beitrag in Die Zeit, warum der Intellektuelle im Netz keine Chance hat.

Adam Soboczynksi: Höfische Gesellschaft 2.0 (Die Zeit, 22. Oktober 2009)

In einem weiteren Text für Die Zeit beschreibt Adam Soboczynski Soziale Netzwerke im Internet mit den Rollen und Verhaltensweisen höfischer Gesellschaften.

Silent Tiffy: Das Ich und das Twitter-Ich (silent-diva.blogspot.com, 12. Oktober 2009)

Manchmal ist nicht die analytische oder kulturkritische Perspektive von außen die aufschlußreichste, sondern der Blick von Innen. Dauer-Twitterin Silent Tiffy macht anhand eigener Verhaltensweisen und Reaktionen, sowie vermittels Tweets ihrer Freunde, anschaulich, wie so ein Ego-Twitterer tickt.

Kathrin Passig: Standardsituationen der Technologiekritik (Merkur Online, Dezember 2009)

Vermutlich in akribischer Fleißarbeit hat Kathrin Passig wiederkehrende Motive und Muster der Technologiekritik mit vielen Beispielen gesammelt und benannt. Die Autorin scheint sämtliche Argumente der Kulturkritiker und Internetpessimisten damit entkräften zu wollen, könnte man denken. Trotzdem ein überaus lesenswerter Texte, der tatsächlich auch hilft vieles besser zu verstehen und einordnen zu können.

Show: Big Brother 10, UK 2009

Protagonist: Kenneth Tong, gelangweilter Millionärs-Sohn

Als Millionärs-Sohn Kenneth Tong das Big Brother Haus betrat, zog seine Freundin Karly aus. Unfreiwillig. In den darauffolgenden Tagen hatte der arrogante Sunnyboy es dann nicht leicht, wurde schnell zum unsymphatischsten Hausbewohner. Da blieb nur noch eines: ein guter Abgang. Das Video zeigt, wie Kenneth mit Hilfe von Mitbewohner Marcus, der schon Tage zuvor probiert hatte, das Dach des Big Brother Hauses zu betreten, in einer Nacht und Nebel-Aktion aus dem TV Container floh. Angeblich aus Sehnsucht nach Karly. Im Tagebucheintrag gibt es weitere Bilder und einen ausführlicheren Bericht. 33 Tage später brachen die bis dahin verbliebenen Hausbewohner zum Spaß nochmal aus. Und in der dritten Staffel der Reality hatte es auch schon einen ähnlichen Ausbruch gegeben.

Mit den Best of Reality – Hightlights aus dem internationalen TV präsentiere ich zum Ende des Jahres Höhepunkte aus den besten Reality Shows des Jahres 2009.

Teil 1: Cold Bruschetta and Blinis

Teil 2: Elektroschock

Teil 3: Die gewonnene Würde der Lorielle London

Teil 4: Sandhurst Scholarship

Teil 5: Paris ihr Fan

Was ist denn jetzt los? Alice, als Bewohnerin unserer Realität eine sogenannte „Oyster“, wird von den Schergen der bösen Wunderland-Queen entführt!

Im folgenden einige Infos, Meinungen und Kritik zum 2009er – sagen wir mal – „Add-on“ zur Geschichte um „Alice im Wunderland„. Mit dem 2007er „Tin Man“ hatte Syfy schon vor zwei Jahren eine andere Fantasiegeschichte neu aufgelegt: „The Wizard of Oz“, was damals auch sehr gut ankam. Jetzt also Wunderland.

Die Geschichte von Alice 2009 spielt gut 150 Jahre nach der Handlung des bekannten Romans. Im Wunderland regiert eine böse Königin, solide gespielt von Kathy Bates, die Menschen – genannt „Oysters“ – aus unserer Welt entführen lässt, um ihnen die Gefühle auszusagen. Mit den Gefühlen der „Oysters“ stellt sie wiederum die eigenen Untertanen ruhig oder zufrieden. Alice selbst wird interessant, da sie den Sohn der Königin, ohne um dessen Identität wissend, in unserer Welt gedated hat. So gelangt sie in den Besitz eines mysteriösen Ringes. Dieser Ring ist nötig um das Portal zu bedienen, durch das die Erdenmenschen entführt werden und durch das Alice in ihr Abenteuer stolpert.

Alice“ hat in den USA sehr unterschiedliche Kritiken bekommen. Die einen fandens toll, die anderen nicht:

There is a reference in dialogue to ‘another Alice’, one who came to presumably a different Wonderland 160 years earlier, and in one of the last scenes, the new Alice picks up a copy of one of Carroll’s books — and then quickly puts it down again. Putting it down quickly, however, is a preferable alternative to spending four hours at the same joyless task.“ (Tom Shales, Washington Post)

Syfy’s Alice is a champion of production that fuses modern invention and nostalgic resourcefulness.“ (tv.com)

Some purists will scowl at the liberties Willing has taken with Carroll’s ‘Alice’. But it was written as fancy, a vehicle to engage the imagination while it amuses and entertains, and this version remains true to that mission.“ (David Hinkley, New York Daily News)

Am besten gefallen an „Alice“ hat mir sie selbst – Alice, sehr gut gespielt von Caterina Scorsone, die außer in einer Szene in der sie weinen muss und dabei schrecklich albern wirkt, eine super Leistung hinlegt und das Ansinnen des Filmes eine ganz andere Alice zu machen, gut in die Tat umsetzt. Alice ist jetzt nämlich kein kleines Mädchen mehr, sondern eine taffe Lady, die nicht nur hammerharte Kampftechniken draufhat, sondern auch eine Romanze bekommt – und zwar mit Primeval-Star „Andrew Lee Potts„, der den Mad Hatter spielt.

Optisch sieht „Alice“ immer dann am besten aus, wenn es im Freien spielt, also ohne Effekte auskommt und man einfach sieht, das HD eben ne feine Sache ist. Hinzu kommen zwei, drei Szenen und Kulissen, die schönes Artwork und aufwendigere Effekte aufweisen. Andere Szenen hingegen, etwa eine Luftverfolgungsjagd oder diverse echt primitive CGI-Hintergründe sind schrecklich billig. Da hilft dann auch HD nichts mehr.

Im kommenden Jahr wird Tim Burtons Remake der echten „Alice im Wunderland“-Story mit dem sicher wieder beeindruckendem Johnny Depp in die Kinos kommen. Bis dahin kann man ruhig warten, und dieses „Alice“ hier ignorieren. Wer es nicht tut, der wird aber auch nicht enttäuscht sein.

Journalismus in der Hand privatwirtschaftlicher Verlage: Alternativlos?

Die Debatte um die Finanzierung journalistischer Inhalte im Netz kommt mir zunehmend seltsamer vor. Denn fast alle Stimmen die dazu gehört werden, argumentieren aus einer Sichtweise: der, dass es zu einem privatwirtschaftlich finanziertem, in der Hand von wenigen Verlegern befindlichen Modell von Journalismus keine Alternative gäbe. Zumindet wird so getan, als gehe die Welt unter, wenn Verlage es nicht schaffen, Qualitätsjournalismus zu produzieren und zu finanzieren. Vielleicht passiert das aber auch nicht (weshalb man sie ruhig machen lassen sollte). Mehr noch: Vielleicht aber muss die Frage auch ganz anders gestellt werden.

Ich denke, es ist unumstritten, dass Journalismus nur von hauptberuflichen, gut ausgebildeten, finanziell unabhängigen, also von irgendjemandem bezahlten Journalisten geleistet werden kann. Ob diese hauptberuflichen Journalisten dann vielleicht auch neue Publikationsformen nutzen, etwa Blogs, ob sich die Vorstellung von Heimat und Lokalem hin zu selbstgewählten Sozialen Netzwerken wandelt, ob Verlage überall dort präsent sein müssen in „den Medien“, wo auch die Nutzer sind – dass alles sind Fragen, die nichts nicht mit der Kernfrage zu tun haben.

Die Kernfrage lautet: Welcher Journalismus – nicht welcher Kanal, nicht welche Darstellungsform – ist der Beste und wie soll er bezahlt werden. Über diese Frage wird derzeit nicht diskutiert. Diese Frage scheint bereits beantwortet zu sein – es soll der Journalismus in privater Hand sein; wenn es unbedingt sein muss, alternativ auch in einer nicht profitorientierten privaten Hand (Stiftungen). Gestritten wird nun vor allem um das Geschäftsmodell des profitorientierten Journalismus.

Dabei sollte man vielleicht mal die Frage stellen, ob denn nicht der Journalismus eher in die Hand der Gesellschaft anstelle der Hand weniger Verleger gehört? Ich finde diese Frage berechtigt. Zwar zeigt die Geschichte, dass Verlagsjournalismus gut funktioniert, aber andere Modelle, etwa das öffentlich-rechtliche Modell im Fernsehen und Radio, tun es, von den üblichen Störungen abgesehen, auch.

Das öffentlich-rechtliche Wortradio etwa, in Form von Sendern wie WDR 5, Radio 1, Bayern 2, Deutschlandradio… halte ich persönlich für die beste Art der Informations- und Meinungsbildung unterhalb der Möglichkeit, dass man dazu natürlich auch Bücher lesen könnte oder die wissenschaftlichen Debatten zu wichtigen Themen verfolgt, via Internet auf Originalquellen zurückgreift, sich schlicht und ergreifend auch selbst Informationen aus allen Kanälen zusammenstellt und pflegt (RSS, Twitter, Social Bookmarking).

Aus all dem Nachdenken über diese Dinge, habe ich die Einsicht gewonnen, dass das Idealmodell eine Mischung aus einem öffentlich-rechtlichem System wäre, dazu ein privates, non-profit Modell als Kontrollinstanz (Stiftungen, plus Blogger, Bürgerjournalismus). Wohlgemerkt: Ich habe diese Einsicht gewonnen. Andere nicht, möglicherweise ist sie falsch. Auffällig ist jedoch, dass diese Argumente, diese Ideen, die ich hier aufgeschrieben habe, in der Debatte um den Paid-Content nicht stattfinden.

Die Paid-Content-Debatte verkürzt die wichtige Debatte um die Zukunft des Journalismus auf das Verlagsmodell, führt daher in die Irre. Denn sie verliert die Frage nach dem besten Journalismus aus dem Auge. Und natürlich: die muss in dieser Zeit wieder neu gestellt werden. Warum denn nicht?

Mehr Informationen:

Der stellvertretende „Abendblatt”-Chefredakteur Matthias Iken begründet den Schritt von abendblatt.de in Richtung Paid Content.

Stefan Niggemeier findet Iken und seinen Paid Content weiterhin ziemlich kritikwürdig. Viele Kommentare (wie immer) und grandiose Spitzen seitens des Autors.

Thomas Knüwer: Trotz und Abendblatt

Carta: „Paid Content ist viel zu unflexibel für offenen Pfade des Internets. Eine Geschichte aus dem Jahr 2012″.

Stephan Russ-Mohl im Carta-Interview anlässlich seines neuen Buches: “Kreative Zerstörung – Niedergang und Neuerfindung des Zeitungsjournalismus”.

The European-Gründer Alexander Goerlach über Geschäftsmodelle für Journalismus in Krisenzeiten. (Medienradio.org)

„Bezahlinhalte vs. Vernetzung: Auf einem Medienkongress in Monaco erzielte Arianna Huffington im Schlagabtausch mit Mathias Döpfner einen klaren Punktsieg. (Carta)

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